Der Newsletter von c't 3003 ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
Im Browser lesen | 10.02.2026
Tach,
manchmal überschlagen sich die Ereignisse schneller, als man sie in einem Newsletter mit festem Erscheinungspunkt abdecken könnte. Deshalb war vergangene Woche Donnerstag noch das 3003-Video über den sicheren Einsatz von Passkeys angekündigt, spontan hatte sich Keno dann allerdings mit dem alle Hype-Thermometer sprengenden KI-Bot-System OpenClaw beschäftigt – inklusive Interview mit dessen Erfinder Peter Steinberger.
Die YouTube-Kollegen haben außerdem die Schneedecke in Hannover genutzt, um ein Versteckspiel mit den neuen AirTags zu drehen. Ich sende warme Grüße! Danach konnte sich Keno die Hände ja an seiner lokalen KI-Maschine auftauen.
Hab ein schöne Restwoche, 
 
Jonathan 
von c't 3003

In dieser Ausgabe 

 
Aktueller Hype: Clawdbot crasht das Internet
Aus der Community: Eure Kommentare zu unseren Videos
Im nächsten Video: Passkeys, aber auf Nummer sicher
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Der Hype heute ⚡

Googles holprige Kombi aus Android und ChromeOS

Seit einigen Monaten sind wir uns sicher: Google will Android und ChromeOS zu einem einzigen Betriebssystem zusammenführen, das auf den Namen „Aluminium OS“ hört. Ende Januar tauchten erste Bildschirmaufnahmen auf, die Google versehentlich selbst in einem Bug-Report geleakt hatte. Zu sehen ist ein HP Elite Dragonfly Chromebook mit Android 16, einer Taskleiste im ChromeOS-Stil, aber mit zentriertem Startbutton wie bei Android, dazu eine Statusleiste am oberen Rand mit den bekannten Android-Icons für Akku und WLAN. Der Play Store läuft ebenfalls. So weit, so unaufregend.
Joa, sieht halt aus wie ein Betriebssystem. (Credit: Android Authority)
The Verge hat jetzt allerdings bisher unveröffentlichte Gerichtsdokumente aus dem US-Kartellverfahren gegen Google ausgewertet, die ein ernüchterndes Bild vom Zeitplan zeichnen. Als Google die Fusion letzten September ankündigte, sprach Android-Chef Sameer Samat noch davon, dass sich Google „super auf nächstes Jahr freut“, also 2026. In einer Zeugenaussage einen Monat früher klang das aber noch zurückhaltender: „Wir hoffen es. Wir arbeiten hart daran.“ Googles Anwälte beschreiben in den Dokumenten den „schnellsten Weg“ zum Markt so, dass Ende 2026 zunächst nur ausgewählte Unternehmenskunden als Tester Zugang bekommen sollen, bevor 2028 der vollständige Release folgt. Unternehmen und Bildungseinrichtungen, also genau die Märkte, in denen Chromebooks heute überhaupt eine Rolle spielen, werden demnach erst dann bedient. 
 
Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle bestehenden Chromebooks überhaupt auf das neue System wechseln können. „Nicht alle Geräte werden migrieren können, weil es technische Spezifikationen gibt“, erklärte ChromeOS-Chef John Maletis gegenüber Chrome Unboxed. Welcher Anteil der Hardware betroffen ist, konnte auch ein als Zeuge geladener Google-Ingenieur nicht beziffern. Für diese Geräte muss Google weiterhin das alte ChromeOS mit Updates versorgen, um sein Versprechen von zehn Jahren Support einzuhalten – weshalb ChromeOS laut den Gerichtsdokumenten erst 2034 eingestellt werden soll. Statt einer Vereinfachung der Entwicklungsarbeit, die früher noch als Hauptargument für die Fusion genannt wurde, steht Google also ein jahrelanges Nebeneinander zweier Betriebssysteme bevor. 
 
Die Gerichtsdokumente offenbaren noch einen weiteren Aspekt: Obwohl Richter Amit Mehta Google im Kartellverfahren diverse Auflagen gemacht hat, etwa das Verbot bestimmter Exklusivdeals mit Geräteherstellern, sind ChromeOS und dessen Nachfolger explizit davon ausgenommen. Chrome sei „ein notwendiger Bestandteil eines ChromeOS-Geräts“, so die Begründung im Urteil vom Dezember 2025. Ob diese Ausnahme Bestand hat, ist allerdings offen: Sowohl Google als auch das US-Justizministerium haben inzwischen Berufung eingelegt. Die Regierung hält die bisherigen Auflagen offenbar für unzureichend, während Google unter anderem die angeordnete Freigabe von Suchdaten an Wettbewerber anficht. Der Rechtsstreit, der noch auf die erste Trump-Administration zurückgeht, könnte letztlich vor dem Obersten Gerichtshof landen. 
 
Gerüchten zufolge arbeitet Google bereits an einem Intel-Panther-Lake-Laptop mit dem Codenamen „Ruby“ und einem High-End-Tablet namens „Sapphire“ als erste dedizierte Aluminium-Geräte. Eine Stellenausschreibung aus dem letzten Jahr beschrieb das System als „Android-basiert“ mit „KI im Kern“, ausgelegt auf Geräte vom Einsteiger- bis zum Premium-Segment. 
 
Mein Take: Dass es sich hinzieht, zwei mehr als 15 Jahre alte Betriebssysteme zu einer gemeinsamen Softwarebasis zu verschmelzen, überrascht mich nicht wirklich, und auch nicht, dass dabei nicht alle Geräte mitgenommen werden können. Als ehemaliger und früher Chromebook-Nutzer (Acer Chromebook 13, ich mochte das Ding) kenne ich diese Zersplitterung aus eigener Erfahrung: Mein Gerät hat damals etwa nie den Play Store bekommen. Während sich das Konzept eines App-Stores über die Jahre aber kaum verändert hat, macht die „KI im Kern“-Komponente die Sache diesmal zu einer größeren Herausforderung. Da können wenige Jahre schließlich einige technische Durchbrüche bedeuten – und alte Hardware schnell noch älter aussehen lassen.
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Eure Kommentare zu OpenClaw

Viele feiern, dass der Bot mit seinem Gen-Z-Vokabelheft „richtig nice“ antwortet, und finden es „krass“, dass man „einfach mit deinem Rechner zuhause“ chatten kann. Gleichzeitig schwingt berechtigterweise sofort Alarm mit, weil das Ganze für etliche nach „Matrix-Vibes“ und dem Startpunkt jeder Sci-Fi-Warnung klingt. „Sau gefährlich, aber geil!“ wird zum Running-Gag und trifft trotzdem den Kern. Immer wieder fallen Sätze wie „Die Büchse der Pandora ist geöffnet“, andere sehen sich schon „1 Schritt näher an Terminator gekommen“. Der Reiz ist riesig, aber das Misstrauen ebenso: „Faszinierend. Aber son Ding bekommt niemals meine Passwörter“. Darum wünschen sich viele lokale Modelle statt Cloud-Vollzugriff, denn „das lokale Hosting ist der spannende Punkt“. Sehe ich genauso!
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Passkeys, aber auf Nummer sicher

Passkeys gelten als die Zukunft des Logins. Sicherer als Passwörter, bequem mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Aber oft landen sie genau da, wo viele sie eigentlich nicht haben wollen: in den Clouds der großen Tech-Konzerne. Und dann funktioniert plötzlich nichts mehr richtig, sobald man Geräte oder Plattformen mischt. In diesem Video geht Keno der Frage nach, ob das wirklich alternativlos ist. Was wäre, wenn eure Passkeys komplett unter eurer eigenen Kontrolle bleiben? Lokal gespeichert, transparent, Open Source und ohne an ein bestimmtes Ökosystem gebunden zu sein. Wer Passkeys nutzt oder nutzen will und dabei wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, sollte hier mal genauer hinschauen.
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