Die Pflichtlektüre für Freunde quelloffener Software
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Hello aus Hannover! 👋 Schön, dass ihr auch bei dieser Ausgabe des Open Source Spotlights wieder mit dabei seid! 📬 Dieses Mal habe ich eine App mitgebracht, die aus einer Not eine Tugend macht. Das Problem: Nicht jede Anwendung, die man so benötigt, gibt es auch für den Linux-Desktop. Das hält immer wieder Leute ab, die Windows oder macOS eigentlich gerne den Rücken kehren wollen. Die Lösung: Nun ist es heute allerdings auch so, dass native Desktop-Software eine immer kleinere Rolle spielt und die meisten Nutzerinnen und Nutzer den Großteil ihrer Aufgaben im Browser erledigen. 🌐 Trotzdem will man seine Web-Apps ja vielleicht lieber mit einem klassischen Programmstarter auf dem Desktop haben, anstatt den Browser zu starten und sich erst durch Lesezeichen und Co. zu wühlen. Und da kommt Web App Hub ins Spiel! Let’s go! | | | |
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Heute im Spotlight
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| ● | News: Linus Torvalds experimentiert mit Vibe Coding |
| ● | Spotlight: Web Apps leichtgemacht | | | | | | |
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News: Linus Torvalds lässt KI programmieren | | | |
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| Im Rahmen von Spaßprojekten sieht Linus Torvalds in Vibe Coding ein passendes Werkzeug. (Bild: Niklas Dierking / heise medien) | | | |
| Linus Torvalds, führender Entwickler des Linux-Kernels, hat mit AudioNoise ein kleines Werkzeug bei GitHub veröffentlicht, das unter anderem Gitarrenpedal-Effekte simuliert, schreibt Manuel Masiero für heise online1. Nach eigener Aussage hat er es als Spielerei entwickelt, um mehr über die Grundlagen digitaler Signalverarbeitung zu lernen. Während er den meisten Programmcode in C geschrieben hat, kam für die Visualisierung der Audiosamples Python zum Einsatz, eine Sprache, mit der er sich weniger gut auskennt. Anstatt Codeschnipsel zu ergoogeln und nachzubauen, hat er die Entwicklung des Visualizers schließlich komplett an Googles KI-Entwicklungsumgebung Antigravity ausgelagert. Wenn es um KI-generierten Code im Kernel geht, ist Torvalds jedoch deutlich skeptischer2. Vibe Coding sei im Hinblick auf Codepflege keine gute Idee und aktuell eher etwas für Spaßprojekte. | | | |
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Spotlight: Kein Stress mehr mit Web-Apps | | | |
Nicht alle Apps, die Nutzer:innen von Windows und macOS kennen und schätzen, haben auch eine Linux-Variante. Eine Möglichkeit, diese „App Gap“ zu schließen, sind Progressive Web-Apps (PWAs). Das sind Webseiten, die sich ähnlich zu nativen Desktop-Apps verhalten, eigentlich aber im Browser ausgeführt werden. Sie laufen in einem eigenen Fenster, verzichten also auf Adressleite und Tabs. Wenn man beispielsweise mit Browsern, die auf Chromium basieren, eine PWA-fähige Website besucht, ploppt ein kleines „Installieren“-Symbol in der Adressleiste auf.
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| Microsoft Teams im Web App Hub. (Bild: Niklas Dierking / heise medien) | | | |
Wenn man das anklickt, erstellt der Browser eine .desktop-Datei, damit sich die PWA aus der Anwendungsübersicht starten lässt. Mit Firefox lassen sich unter Linux aktuell keine PWAs installieren (zumindest nicht ohne Browsererweiterung). Das Feature bleibt zunächst der Windows-Welt vorbehalten, für PWA-Support unter Linux gibt es laut Mozilla zurzeit nicht einmal einen Zeitplan. 😞 Mit Web App Hub bin ich neulich über ein prima Helferlein gestolpert, das es sehr bequem macht, Web-Apps unter Linux zu verwalten:
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Spotlight-Steckbrief
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| ● | Entwickler:innen: PVmeer | |
Das in Rust geschriebene Programm Web App Hub fügt sich prima in den Gnome-Desktop ein. Ihr installiert es am einfachsten als Flatpak von Flathub3, beispielsweise mit Gnome Software. Um eine neue Web-App zu erstellen, klickt ihr einfach auf die Schaltfläche „+ New App“. Dann gebt ihr der App einen Namen und tragt die URL der Website ein, die ihr als App ausführen wollt. Achtung, Stolperstein: Diese Einträge muss man mit einem Druck auf Enter oder mit einem Klick auf den blauen Haken noch einmal bestätigen. | | | |
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| Im Web App Hub ist schnell eine kleine Sammlung von Web-Apps entstanden. (Bild: Niklas Dierking / heise medien) | | | |
Wenn der Browser das unterstützt, könnt ihr eure App von eurem üblichen Browser-Profil isolieren. Außerdem könnt ihr festlegen, ob die App beim Start im Vollbild oder in einem Fenster ausgeführt werden soll. Ich habe in einigen Testläufen die besten Erfahrungen mit Chromium als Browser-Backend gemacht und konnte mir damit etwa eine kleine Netflix-App basteln, die problemlos DRM geschützten Content abspielt. | | | |
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Wenn ihr Linux benutzt, was sind eure Tricks, um das App Gap zu schließen? Web-Apps, Wine, Virtualisierung? Vermisst ihr überhaupt Software? Und wenn ja, welche? Lasst es mich wissen, indem ihr unten auf E-Mail schreiben klickt. Bis zum nächsten Spotlight und Happy Hacking!
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1 https://www.heise.de/news/Linus-Torvalds-wird-zum-Python-Vibe-Coder-11140648.html 2 https://www.youtube.com/watch?v=tWx769t1JKg 3 https://flathub.org/de/apps/org.pvermeer.WebAppHub | | | |
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